Abstract
[Ger:]In Italien stellt Deutsch als Fremdsprache nach Englisch (‘DaFnE’) die häufigste und charakteristischste Spracherwerbssituation für erwachsene Deutschlerner dar. Es kann daher in der Regel davon ausgegangen werden, dass erwachsene italienische Deutschlerner bereits auf Lernerfahrungen beim Erwerb des Englischen als erster Fremdsprache zurückgreifen können.
In Anbetracht dieser spezifischen Erwerbssituation wird im Beitrag der Frage nachgegangen, ob die Lernerfahrungen in der Zweitsprache Englisch für den Aussprachenerwerb der Drittsprache Deutsch im Erwachsenenalter fördernd wirken können. Es soll dabei festgestellt werden, ob und inwiefern die erworbene Kompetenz in einer germanischen Sprache als Basis für den Transfer phonetischer Eigenheiten beim Erwerb einer weiteren germanischen Sprache gelten kann.
Dabei wird auf verschiedene Aspekte des Lautsprachenerwerbs eingegangen: Vor dem Hintergrund der Prototypentheorie wird der Einfluss der L1- und der L2-Lautkategorien auf den L3-Lautsprachenerwerb und auf die “neuen” L3-Lautkategorien diskutiert. Auf der Grundlage rhythmischer Kriterien wird ein kontrastiver Vergleich deutscher, englischer und italienischen phonetischer Prototypen unternommen, wobei spezifische prosodische und segmentale Eigenheiten der drei Sprachen gegenübergestellt werden. Abschließend werden mögliche methodisch-didaktische Implikationen bei der vorliegenden Sprachkontaktsituation an den italienischen Sprachausbildungsstätten für erwachsene Deutschlerner diskutiert.
| Titolo tradotto del contributo | Phonetic aspects of DaFNE in Italy |
|---|---|
| Lingua originale | Tedesco |
| Titolo della pubblicazione ospite | Brücken schlagen zwischen Linguistik und DaF-Didaktik |
| Editore | Peter Lang |
| Pagine | 243-271 |
| Numero di pagine | 29 |
| ISBN (stampa) | 978-3-0343-2667-4 |
| Stato di pubblicazione | Pubblicato - 2017 |
Keywords
- DaF nach Englisch
- Phonetik