Der Bote vom Gardasee (1900-1914) und Österreich-Ungarn. Eine Stimme gegen den Zerfall der Doppelmonarchie?

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Abstract

[Ger:]Von den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts bis 1914 entwickelte sich am westlichen Ufer des Gardasees, das zur italienischen Provinz Brescia gehörte, „reges deutsches Leben“. So steht es in der ersten Ausgabe des Boten vom Gardasee, einer deutschen Zeitung, die von 1900 bis 1914 zuerst in Maderno, dann in Salò veröffentlicht wurde. Der See war zum beliebten Reiseziel für Gäste aus dem Wilheminischen und dem Habsburgischen Reich geworden. Der Bote enthielt praktische Hinweise, Nachrichten über das lokale Leben, aber auch viele Beitäge über italienische Politik und Wirtschaft, Landeskunde und Kultur, weil er ein ‚Fenster auf Italien‘ für die deutschsprachigen Gäste sein wollte. Deutschlands und Österreichs Innenpolitik war kein Thema, Italiens Alliierten im Dreibund wurden jedoch in den Artikeln erwähnt, die Italiens Außenpolitik ins Auge fassten und Irredentismus, Balkanfrage und die heiklen Fragen der damaligen internationalen Beziehungen besprachen. Der Bote nahm keine radikale, nationalistische Stellung zu diesen Themen, war im Gegenteil für ein friedliches, multikulturelles Zusammenleben sowohl im kleinen Raum der Brescianer Riviera als auch im großen europäischen Raum.
Titolo tradotto del contributo[Autom. eng. transl.] The messenger from Lake Garda (1900-1914) and Austria-Hungary. A voice against the collapse of the double monarchy?
Lingua originaleGerman
Titolo della pubblicazione ospiteMedialisierung des Zerfalls der Doppelmonarchie in deutschsprachigen Regionalperiodika zwischen 1880 und 1914.
EditorZoltán Szendi
Pagine167-184
Numero di pagine18
Stato di pubblicazionePubblicato - 2014

Keywords

  • Der Bote vom Gardasee- Deutsche Zeitung in Italien
  • Deutsch-italienische Beziehungen 1900-1914

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